Studio Orschel: There’s a light …

In der Pandemie wird das öffentliche Leben seit November 2019 massiv zurückgefahren. Kulturelle Veranstaltungen und persönliche Begegnungen in der Öffentlichkeit sind nicht mehr möglich. Wir haben gedacht: Bevor wir uns alle aus den Augen verlieren, treffen wir uns unter Hygienebedingungen in kleinem Kreis und reden mit wechselnden Gästen über ihr Leben und die Kultur in Oberursel. Und so haben wir das „Studio Orschel“ erfunden und senden seit dem 18. November jeden Montag Live Gespräche mit interessanten Oberurselern.

Gemeinsam mit dem Kunstgriff laden wir Gäste ein, die die Vielfalt der Menschen, Lebensweisen und Perspektiven in Oberursel sichtbar machen. Mal sind die Gespräche ernst, mal unterhaltend, mal informativ. Wir geben unseren Gästen Raum, sind zugewandt und freundlich – wie es bei einem guten Gespräch bei einem guten Getränk am Abend sein sollte. „There is a light …“ in den dunklen Zeiten der Pandemie 😊

Die Gespräche führen Dirk Müller-Kästner vom Kunstgriff und Michael Behrent von der Windrose. Beide Vereine haben schon in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet und bündeln hier ihre Kräfte. Gemeinsam konnten wir es möglich machen,  jeden Montag seit dem 18. November „auf Sendung“ zu gehen. Inzwischen hat sich eine spannende Mischung von Gesprächen an gesammelt, die auch nachträglich auf Youtube angeschaut werden können. Im folgenden findet ihr ein paar Stichworte und die Links zu den vergangenen Gesprächen und die Ankündigung zu den künftigen Gesprächen, soweit sie schon geplant sind:

26. April 2021 „Klimapolitik in Oberursel“ mit Christine Grewe und Peter Cornel

Nicht erst seit der jüngsten Kommunalwahl spielt das Klima in der Oberurseler Gesellschaft eine zentrale Rolle. Zwei engagierte Klimaschützer sind nun zu Gast im Studio Orschel. Christine Greve, Mitgründerin der Lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK), sowie der Ingenieur und Wissenschaftler Peter Cornel, der sich bei der LOK vor allem beim Thema Wasser einbringt, werden mit Windrose-Vize Michael Behrent und Kunstgriff-Vorsitzendem Dirk Müller-Kästner darüber sprechen, was in Oberursel klimapolitisch getan werden muss.

Wie immer soll es um das persönliche Engagement der Gäste gehen, um die besondere Lage in Oberursel, was man tuen kann und wie wir vermeiden können, dass Klimapolitik soziale Unterschiede fördert.

„Zwei Faktoren spielen eine wesentliche Rolle dafür, dass ich mich immer stärker für den Klimaschutz in Oberursel engagiere“ sagt Christine Greve. Zum einen sei es ihr „ein persönliches Herzensanliegen“. Zum anderen möchte sie anderen ein Beispiel sein und sie zum Mit- und Nachmachen animieren. „Ich spreche darüber, engagiere mich öffentlich, trete in den Dialog mit der Stadt und allen, die Interesse am Thema haben.“ So will sie einen möglichst großen Wirkungskreis erzielen. Der Drang, dem Klimaschutz zu mehr ernst gemeinter Aufmerksamkeit und zu mehr tatsächlicher Umsetzung zu verhelfen, hat Greve dazu bewegt, die Lokale Oberurseler Klimainitiative (LOK) mitzugründen. Im privaten Leben hat sie viele kleine Veränderungen vorgenommen. Zudem will sie sich beruflich umorientieren und in Oberursel einen Unverpackt-Laden eröffnen.

Peter Cornel ist ebenfalls bei der LOK engagiert: „Der Klimawandel hat gravierende Auswirkungen auf den Wasserkreislauf und die Grundwasserneubildung. Mehrere trockene heiße Sommer hintereinander rücken das Thema Wasserressource auch in Oberursel in den Fokus. Der richtige Umgang mit Wasser in den Städten kann die Gefahren durch den Klimawandel abmildern. Ich würde gerne einen gemeinsamen Dialog der Stadtgesellschaft anstoßen mit dem Ziel Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, um unsere Wasserressourcen langfristig und ökologisch unbedenklich zu sichern und notwendige Änderungen im Umgang mit Wasser in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Dazu bringe ich gerne mein Fachwissen als Ingenieur und Wissenschaftler ein, insbesondere die Erfahrungen im Umgang mit Wasser in den trockensten Regionen der Erde.“

https://youtu.be/hyzWUsE84Vg

19.April2021: Schmökern in der Pandemie – mit Helga Heinicke-Krabbe (Buchhandlung Libra) und Eva Sigrist (Literatouren)

Anscheinend lesen die Menschen in der Pandemie mehr als zuvor und insgesamt hat sich der Buchhandel trotz der Restriktionen im Jahr 2020 ganz gut geschlagen. Das zeigen zumindest die Zahlen. Aber wieso hilft eigentlich „Lesen im Lockdown“? Was lesen die Oberurseler in der Pandemie? Gibt es eine Oberurseler Literaturszene oder Literaturzirkel und was macht sie jetzt? Und welche Lektüre sollte man nicht auslassen?

Über ihre ganz subjektiven Einsichten und Meinungen zu diesen Fragen sprechen wir mit Helga Heinicke-Krabbe von der Buchhandlung Libra und Eva Sigrist von Literatouren. Eva Sigrist organisiert gemeinsam mit Gudrun Dittmeyer im „LiteraTouren.kultur in oberursel e.V.“ seit vielen Jahren Lesungen, Literaturzirkel und kulturelle Ausflüge. In der Auseinandersetzung mit Literatur wollen die Macherinnen des Vereins herausfinden, was die Menschen in der Welt umtreibt und bewegt. Und auch den komplizierten vollständigen Namen des Vereins wird sie erklären. Helga Heinicke-Krabbe verspricht auf der Webseite ihrer Buchhandlung am Rathausplatz ein breites Sortiment zum stöbern und gezielt ausgewählte Neuerscheinungen mit „Potential zum Lieblingsbuch“.

Wir sind gespannt auf interessante Einsichten und neue Lieblingsbücher!

Und hier der Link: https://youtu.be/6eMfBoth2Ew

12. April 2021 Mit Weißen über Hautfarbe sprechen – Madhuri Fichtmüller aus Obertstedten und Samee Ullah aus Bommerheim im Studio Orschel

„Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ ist der Titel des Bestseller der Aktivistin Reni Eddo-Lodge über Rassismus aus dem Jahre 2017. Ein zorniges Manifest, geboren aus der Erschöpfung angesichts der verbreiteten Weigerung, die Existenz von strukturellem Rassismus und seine Auswirkungen auf Betroffene anzuerkennen. Wie die Autorin gleich eingangs einräumt, spricht und streitet sie natürlich doch weiter im Kampf um Gleichberechtigung und Anerkennung.

Rassismus? Wir doch nicht, denken wir. In Oberursel nicht relevant, hoffen wir. Dirk Müller-Kästner und Michael Behrent sprechen mit zwei Oberurseler*innen über ihre lebenssatten, mal ermutigenden und mal frustrierenden Erfahrungen – und darüber, dass sie sich nicht in die Opferrolle drängen lassen.

Madhuri Fichtmüller ist Weltbürgerin, Engländerin und Deutsche (seit dem Brexit), Mutter in Indien geboren, Vater in Uganda, Familie kurz nach Madhuris Geburt nach Großbritannien vertrieben, unter anderem in Frankreich studiert, nach Kanada und anderen Stationen in Oberstedten lebend. Madhuri ist ganzheitliche Therapeutin, MBSR-Lehrerin und Diversity Coach mit einer eigenen Praxis. Sie bietet unter anderem Seminare zu Diversität und Integration an.

Samee Ullah ist waschechter Oberurseler, auch wenn er manchmal nicht so behandelt wird. Seine Eltern stammen aus Pakistan, dem Land, in dem sie als religiöse Minderheit verfolgt wurden. Nach seiner Schullaufbahn in der IGS Stierstadt und der Feldbergschule studierte er Wirtschaftswissenschaften und Internationales Management, um sich dann doch einem „sozialen“ Beruf zu widmen. Er ist Mitbegründer und Referatsleiter für Integration und Migration bei An-Nusrat e.V.. Als erster islamischer und gemeinnützig anerkannter Wohlfahrtsverband nimmt An-Nusrat bundesweit soziale Aufgaben wahr.

Hier der Link: https://youtu.be/FURAbLSbmQU

5. April 2021: Osterpause

29. März 2021 „Barrierefreiheit“ und „Partnervermittlung für Behinderte“

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ – so steht es im Grundgesetz Artikel 3 Absatz 3. Aber wie sieht es in der Realität aus, im Allgemeinen und insbesondere in Oberursel? Wie ist die Lage, was kann man tun?

Wir sprechen im Studio Orschel mit Tina Steinmark und Thomas Eifert. Tina Steinmark betreut beim Landesverbandes für Körper- und Mehrfachbehinderte Hessen (LVKM), der seinen Sitz in der Adenauerallee hat, die Schatzkiste. Das ist eine Partnervermittlung, die Menschen mit Behinderung Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einem Partner anbietet.

Thomas Eifert ist Behindertenbeauftragter der Stadt Oberursel, der unter anderem betont, dass Barrierefreiheit in der Stadt nicht nur darauf abzielen sollte, dass Menschen mit Rollator und Rollstuhl überall hinkommen.

Wer dabei ist, kann via Chat Fragen stellen, die „Sendung“ ist aber auch später jederzeit abrufbar.

Hier der Link: https://youtu.be/Q5QNNOJj8iY

22. März 2021: Bürgermeisterwahl Oberursel 2021 – Endspurt um den Wahlsieg – Gespräch mit Antje Runge und Carsten Trumpp

Zwei Menschen in der Stichwahl um das Bürgermeister*innenamt und wir wollen mit ihnen ins Gespräch kommen. Zum Beispiel über Fragen wie: Was motivierte sie, in die Politik zu gehen? Welche politischen Erfahrungen haben sie besonders geprägt? Als Bürgermeister*in sind sie Chef*in der Verwaltung – wie sind sie so, als Chef*in? Falls sie gewählt werden, was haben sie sich für die ersten hundert Tage vorgenommen? Was haben sie im Wahlkampf Neues über Oberursel gelernt?

Wir hoffen, dass es keine Befragung, keine „Podiumsdiskussion“, sondern ein Gespräch wird über persönliche Motivationen, möglichst auch miteinander. Denn immerhin sitzen wir zu viert von Angesicht zu Angesicht um einen Tisch herum. Die erste Gelegenheit vor der Wahl, die beiden Kandidat*innen im persönlichen Gespräch miteinander zu erleben.

Die Moderation übernehmen wie bisher Dirk Müller-Kästner und Michael Behrent. Eine Anmerkung zur Chat-Funktion im Youtube-Stream: Das Gespräch am Tisch steht im Vordergrund. Es hat sich gezeigt, dass die Moderatoren parallel zum Gespräch auf die Chat-Nachrichten nicht eingehen können, wenn sich dort eine Diskussion entwickelt. Wir bitten um Verständnis, wenn wir nur einzelne Wortmeldungen oder Fragen einbeziehen können.

Und hier der Link: https://youtu.be/FV08FXk8NSg

15. März 2021: Bürgermeisterwahl Oberursel 2021 – Trauer oder Erleichterung bei den Unterlegenen?

Im Gespräch mit Andreas Bernhardt (OBG), Dirk Müller-Kästner (unabhängig), Michael Planer (FDP)

Wir begrüßen Orscheler Bürger*innen und Kulturschaffende für eine gute Stunde und sprechen über ihr Leben in Oberursel, Orscheler Merkwürdigkeiten und persönliche Perspektiven. Das ist auch unser Ansatz für das Gespräch mit drei Kandidaten der Wahl zum Bürgermeister, die in der ersten Runde ausgeschieden sind. Das Persönliche steht im Vordergrund. Wer also eine investigative harte politische Diskussion erwartet, der wird enttäuscht sein.

Michael Behrent moderiert heute alleine, weil Dirk Müller-Kästner selber zum Kreis der ausgeschiedenen Bewerber zählt. Was hat die Kandidaten angetrieben sich zu bewerben, angesichts der großen Konkurrenz? Wie viele Stunden haben sie investiert? Was hat das alles gekostet? Was haben sie gelernt? Was nehmen Sie mit? Wie geht es weiter?

Gesprächspartner sind neben Dirk Müller-Kästner, Journalist und unabhängiger Kandidat heute Andreas Bernhardt, Finanzberater und von der Oberurseler Bürgergemeinschaft sowie Michael Planer, IT-Projektmanager und Kandidat der FDP.

Eine Anmerkung zur Chat-Funktion im Youtube-Stream: Das Gespräch am Tisch steht im Vordergrund. Am letzten Montag hat sich gezeigt, dass die Moderatoren parallel zum Gespräch auf die Chat-Nachrichten nicht eingehen können, wenn sich dort eine Diskussion entwickelt. Wir bitten um Verständnis, wenn wir nur einzelne Wortmeldungen einbeziehen können.

Und hier der Link: https://youtu.be/Cslh5iK3n_s

8. März 2021: Politische Mitwirkung von Ausländern im Ausländerbeirat

Wir sprechen mit Natalia Bind, die bereits Mitglied der Ausländervertretung ist, sowie die Sozialwissenschaftlerin Urszula Wojewoda-Scherer, die auf Listenplatz 5 der AZO antritt.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, und Integration ist eine wichtige Aufgabe, bei der auf kommunaler Ebene die Ausländerbeiräte eine wichtige Rolle spielen. Parallel zur Bürgermeister- und Kommunalwahl am kommenden Wochenende werden in Oberursel auch die Mitgliederinnen und Mitglieder der neunköpfigen Ausländervertretung gewählt. Mehrere Tausend Menschen sind wahlberechtigt und können zwischen Kandidatinnen und Kandidaten der „Internationalen Liste Oberursel“ (ILO) sowie von „Alle Zusammen Oberursel“ (AZO) wählen.

Viele Kommunen verstehen Integration nicht nur als zentrale Aufgabe, sondern binden die Zugewanderten gerne als wichtige Akteurinnen und Akteure sowie als Ideengeberinnen und Ideengeber in die Politik ein. Ist das auch in Oberursel so? Warum ist die Beteiligung an der Ausländerbeiratswahl seit deren Gründung im Jahr 1993 dramatisch zurückgegangen? Bei der letzten Wahl 2015 gaben gerade mal 3,8 Prozent der mehr als 6000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Wie soll die Zukunft des Beirats aussehen? All dies soll im Studio Orschel thematisiert werden. Zuschauer, die am Montag live dabei sind, können über den YouTube-Chat kommentieren und Fragen stellen. https://youtu.be/xK0qrqDXKcw

1. März 2021: Handwerk und Ausbildung im Studio Orschel mit Andrea Frenzel und Dirk Velte

Oberursel – Andrea Frenzel ist Restauratorin mit einer kleinen Firma. Bei Arbeiten an der Hospitalkirche hat sie gerade erst eine närrische Entdeckung gemacht. Dirk Velte ist Schmiedemeister und Chef der Metallmanufaktur an den Drei Hasen und manchmal ebenfalls mit Restaurationen beschäftigt. Am nächsten Montag, 1. März, sind Frenzel und Velte zu Gast im Studio Orschel der Vereine Windrose und Kunstgriff.
Dort werden sie natürlich von ihrer Arbeit erzählen, mit den Studio-Moderatoren Michael Behrent und Dirk Müller-Kästner aber auch über Ausbildung sprechen; über Anforderungen, Inhalte und das Interesse junger Menschen an handwerklichen Berufen.

Und hier der Link: https://youtu.be/nk4c_Xyv9x0

22. Februar 2021: Theaterarbeit in Oberursel mit Anna Altheim (Theaterverein Szenenwechsel) und Jochen Neubauer (Kunstgriff-Theaterensemble)

„Der Besucher – Corona Edition“, „Alles was Recht ist“, „Typisch: Männer & Frauen“ – das sind die Titel der jüngsten Produktionen des Theatervereins Szenenwechsel und des Kunstgrifftheaterensembles – Produktionen, die aufgrund der Pandemie umgearbeitet werden mussten bzw. noch auf ihr Publikum warten.

Beide Theatergruppen betreiben ihr Engagement als Hobby, mit großer Leidenschaft neben ihrem sonstigen Leben. Was treibt einen auf die Bühne? Wie findet man seine Rolle, seinen Stoff, seine Stück? Was sagen Familie, Freunde oder gar Kolleg*innen? Über diese Fragen wollen wir sprechen, aber auch darüber wie es weitergeht mit dem Theater in Oberursel, in und nach der Pandemie.

Anna Altheim ist spätberufen erst im Alter von 50 zum Theater gestoßen. Inzwischen ist sie Vorsitzende des Theatervereins Szenenwechsel, schreibt Stücke, führt Regie und steht selber auf der Bühne. Jochen Neubauer gründete mit anderen Mitgliedern des Kunstgriffs vor gut zwei Jahren das Kunstgriff-Theaterensemble und steht als Regisseur ebenfalls gerne auf der Bühne.

Wir freuen uns auf ein paar vergnügliche Alltagsbeobachtungen und Spaß am Spiel.

Und hier der Link: https://youtu.be/EABIZNBNnJw

 

15. Februar 2021: Orschel auf zwei Rädern mit Nils Britze und Heiko Scholl. Nils Britze hat schon am Ötztaler Radmarathon teilgenommen und lässt sich als „ambitionierten Hobbyradfahrer“ bezeichnen. Heiko Scholl, Geschäftsführer eines „Allround-Zweirad-Servicepartners“ aus Oberursel kennen bestimmt viele von euch. Es geht um die aktuellen Rad-Trends in Oberursel, das Radfahren in Pandemiezeiten und sich wandelnde Verkehrskonzepte.

Und hier der Link: https://youtu.be/5-Y0Mms9jKw

8. Februar 2021: Über die Gastronomie der Zukunft sprechen wir mit Helena Simon (Ratskeller Oberursel) und Thomas Studanski (Alt-Oberurseler Brauhaus)

‚Brauhaus‘ und ‚Ratskeller‘ sind ohne Frage Oberurseler gastronomische Institutionen. Beide gibt es schon so lange, dass sich kaum einer an ein Oberursel ohne sie erinnern kann. Beide sind sehr erfolgreich und beide stehen für Qualität.

Wie sieht es aus in der Pandemie? Wie wird es kurzfristig weitergehen? Und wie begegnen sie den mittel- und langfristigen Trends? Fleisch, vegetarisch, vegan? ’Verödung der Innenstädte‘? Wie sehen sie Oberursel in dieser Entwicklung positioniert?

Was wir jetzt schon wissen: Während des Lockdowns kann der Kunden seine Lieblingssorte aus den 17 selbstgebrauten Bieren beim Brauhaus an der Tür einkaufen. Und der Ratskeller bietet eine sehr schmackhafte „To-go“-Karte. Aber wie soll das Geschäft wieder richtig in Schwung kommen?

Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch. Und hier der Link: https://youtu.be/ovIDD0K-y10

1. Februar 2021: Über die Jugend von heute mit Cemre Kilinc (U59 – Jugendtreff Weißkirchen) und Andreas Hett (1. Vorsitzender des Kunsttäter e. V.)

Die Diagnosen über die Jugend von heute sind vielfältig: Ob „Wohlstandsverwahrlosung“, „Opfer des Bildungssystems“, „gewalttätig“, „Mangel an Leistungsbereitschaft“, „konsumfixiert“, „Schneeflöckchen“ – jeder weiß was über die Jugend zu sagen und meist schwanken die Urteile zwischen Verachtung und Sorge.

Aber wie sieht es eigentlich aus in Oberursel, das Leben der Jugendlichen? Welche Probleme zeigen sich, was ist zu tun? Und wie sollen wir handeln, wenn wirklich Probleme auftauchen?

Über ihre Erfahrung als Leiterin des U59 Jugendtreff in Weißkirchen spricht Cemre Kilinc. Die Gruppe bietet eine Hausaufgabenhilfe und Förderunterricht. Das gemeinsame Essen bietet Gelegenheit zum Reden, Zuhören, Mitteilen, Austauschen, Geschichten erzählen und sich entlasten. Eine gute Strukturierung des Tagesablaufes hilft den Kindern, sich zu orientieren und ermöglicht eine Einteilung des Tages in Pflicht- und Spaßzeiten.“ heißt es auf der Webseite.

Andreas Hett ist Kunstherapeut, Künstler und Diplom Sozialarbeiter. Seit 2000 arbeitet er in seinem Projekt „Kunsttäter“ mit straffällig gewordenen Jugendlichen. 2011 gründete er den Kunsttäter e.V.  Der Verein fördert junge Menschen über die künstlerische und therapeutische Auseinandersetzung mit der eigenen Person. „Vor allem setzen wir uns für benachteiligte und straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene, im Alter von 14 bis 22 Jahren, ein. Der Schwerpunkt liegt auf der künstlerischen und kunsttherapeutischen Arbeit in der Werkstatt sowie der öffentlichen Präsentation und Ausstellung der Kunstwerke.“

Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch. Und hier der Link zur Live-Sendung: https://youtu.be/KqcNpGV3sr4

 25. Januar 2021: Es führte ein Weg vom Orscheler Marktplatz nach Auschwitz mit Annette Andernacht (Initiative Opferdenkmal e.V.) und Gerd Krämer (Stadtverordnetenvorsteher und ehemaliger Bürgermeister) zum Thema Erinnerungskultur in Oberursel

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Seit 1996 ist es der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Zum 60. Jahrestag wurde der 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust proklamiert. In der kommenden Woche jährt sich der Tag zum 76sten Mal.

2018 wurde am Hospitalplatz in Oberursel das Denkmal zur Erinnerung an die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus fertiggestellt. Auf der Gedenktafel stehen die Namen jüdischer Mitbürger, deren Weg in Auschwitz endete. Aber auch viele Namen von Mitbürgern, die in Hadamar als „lebensunwert“ ermordet wurden.

Furchtbare Schicksale, fürchterliche Schuld und Versagen. Wäre es nicht angenehmer, besser, wenn all dies irgendwann in den Hintergrund treten, ja in Vergessenheit geriete? Warum brauchen wir ein Denkmal? Welche Erinnerungskultur sollten wir pflegen in Oberursel?

Über das Engagement und die persönlichen Meinungen zu diesen Fragen sprechen wir in einer diesmal sehr ernsten Runde.

Hier ist der Link zum Live-Gespräch: https://youtu.be/X-fa4irYfsU

18. Januar: Brigitte Geißler-Burschil und Helmut Hujer über Kinderglück auf der Oberurseler Rhein- und Moselstrasse in den 1950er Jahren

„Als die Moselstrasse unser Spielplatz war“ ist der Titel eines Buches von Brigitte Geißler-Burschil. Auf diesem Spielplatz hat sie Helmut Hujer kennen gelernt und viele andere, die heute noch in Oberursel eng miteinander verbunden sind. Die Häuser in Rhein- und Moselstrasse waren nach dem Krieg errichtet worden, um die vielen Flüchtlinge unterzubringen – 48 qm-Wohnungen, aber immerhin schon mit Bad. Weil es zuhause eng war, lebten die Kinder auf der Strasse.

Brigitte Geißler-Burschil hat als Journalistin gearbeitet, Helmut Hujer bei Rolls-Royce. Helmut Hujer hat über „Die Industriegeschichte der Motorenfabrik Oberursel“ geschrieben und das „Kriegsende im Taunus“. Ihre Bücher sind über das Geschichtsportal Oberursel zu beziehen.

Wir freuen uns auf spannende und interessante Einsichten und persönliche Erfahrungen.

Hier der Link: https://youtu.be/oUV4rmitzgE

11. Januar: Brunnenkönigin Verena I. und Peter Schüßler über Feiern und Spaß in Oberursel

Ihre Krönungsfeier in der Stadthalle wurde abgesagt, stattdessen wurde Verena I. (Verena Schmidt) bei einem Frühschoppen auf dem Geländer von Ursella Historica vorgestellt. Abgesagt wurde aber auch das Brunnenfest. Die Zahl der Auftritte von Brunnenkönigin Verena I. blieb im vergangenen Jahr sehr übersichtlich. 2021 soll sich das ändern und der Vereinsring hat die Amtszeit von Ihrer Hoheit, die aus der Bommersheimer Carnevals-Dynastie stammt, um ein Jahr verlängert.

Verlängert hat auch Peter Schüßler. „Die Schüssel“ wollte im vergangenen Jahr nach 25 Jahren auf der Bühne eigentlich „Tschüss(el)“ sagen. Die gleichnamige Abschiedstournee des Comedian fiel jedoch ebenfalls ins Wasser und soll nachgeholt werden. Nicht gestrichen wurde 2020 Peter Schüßlers Initiative, mit der er samt Helferkreis in Not geratene Oberurseler Familien mit Kindern wieder auf die Beine hilft.

Und hier der Link zur Live-Sendung: https://youtu.be/L-9rJ-NwwlY

4. Januar: Dorothea Rinck und Vit König von der Academy of Stage Arts in Oberursel

2002 gründete Vit König gemeinsam mit Dorothea Rinck die Academy of Stage Arts in Oberursel. Beide sind passionierte Bühnenkünstler – er diplomierter Opernsänger, sie staatlich geprüfte Schauspielerin. Beide geben ihre Passion seit Jahren an junge Schüler*innen weiter, die eine Musical- oder Bühnenkarriere anstreben. Und sie coachen in Workshops und Einzelsitzungen Menschen, die ihren persönlichen öffentlichen Auftritt verbessern wollen.

Ein munteres Gespräch über das Erlernen des „richtigen“ Auftritts, warum Wagner an Körperverletzung grenzt und das Leben in Oberursel.

Hier ist der Link zum Live-Gespräch: https://youtu.be/J80tl3YpQf

28. Dezember: Jane Lazarovic (Bassistin bei „Evas Apfel“) und Michael Koch (Gitarrist bei „Toms & Jerries“) sprechen über ihre Musik

Einen musikalischen Eindruck von Janes musikalischem Schaffen bekommt man hier: https://www.youtube.com/watch?v=ToN6n3pOmvU&feature=emb_logo. … und von Michael hier: https://www.youtube.com/watch?v=veARMaTOKtQ&feature=youtu.be

Ein unterhaltsames Gespräch über das Erlernen von Instrumenten, was einem Musikmachen gibt, was ohne Publikum fehlt, ob sie ihren Kindern raten würden, ein Instrument zu lernen, wie sie nach Oberursel gekommen sind, ein Original-Autogramm von Jim Morisson und das Leben in Oberursel natürlich.

Hier ist der Link zum Live-Gespräch: https://youtu.be/3I-GXKYR6DQ

21. Dezember: Pfarrerin Anika Rehorn und Pfarrer Andreas Unfried über Weltoffenheit und Weihnachten in der Pandemie

Auch die Kirchen in Oberursel mussten kreativ werden und bieten coronagerecht off- und online Gottesdienste zu Weihnachten an. Über die Planung dazu sprechen Anika Rehorn und Andreas Unfried. Im Gespräch wird deutlich – wenn es nach ihnen geht, wird die Ökumene große Fortschritte machen.  Ein unterhaltsames Gespräch über ihre Arbeit in diesem besonderen Jahr, Kultur, Oberursel und Gott und die Welt.

Zum Stream auf YouTube geht’s hier: https://youtu.be/tULC_p_vnCg

14. Dezember: Young Orschel mit Sofia Valter und Ilionado Mitrevski

Sofia Valter (13) hat enorm Spaß im Team der Fridays-for Future-Ortsgruppe, ist musikalisch auch mit einem Jazz-Ensemble, das im Café Portstraße probt, unterwegs und freut sich bereits auf Mathematik in der Oberstufe. Ilionado Mitrevski (15), der aus der heutigen Republik Nordmazedonien nach Oberursel gekommen ist, strebt zunächst den qualifizierten Hauptschulabschluss an der Feldbergschule an. Weitere Schulabschlüsse sollen folgen – und irgendwann würde er sich gerne einen BMW leisten können. Dies und viel mehr erzählten die beiden im Studio Orschel Michael Behrent und Dirk Müller-Kästner.

Hier der Stream: https://youtu.be/c4GD3SjmMfc

7. Dezember: Anna Saez del Castillio und Kazim Soylu über Qualität, die sich durchsetzt

Warum der Kaffee im Laden und nicht in einem Hinterraum geröstet wird, erzählte Anna Saez del Castillo, Chefin im Café del Castillio in der Vorstadt als Gast im Studio Orschel.

Kazim Soylu berichtete derweil im Gespräch mit Michael Behrent und Dirk Müller-Kästner, wie er von seinem bestens laufenden Gemüseladen in Stierstadt zum erfolgreichen Soylu-Esspress am Bahnhof kam. Dazu gab es reichlich gastronomische Informationen – und die positive Nachricht, dass Café und Esspress trotz der Einschränkungen nicht vor der Insolvenz stehen.

Zum Stream geht’s hier https://youtu.be/Y0QsjLCr7IY

30. November: Linda Röhl und Florian Steden darüber, wie man eine Menge losmacht

Zu Besuch im Studio Orschel ist am kommenden Montag das junge Oberursel mit Linda Röhl, Sportlerin, Sängerin, weitgereist und jetzt beim DOSB in Frankfurt und Florian Steden, Apfelwein-Kelterer und Gastronom mit großen Zukunftsplänen.

Linda Röhl hat als Sängerin der DOSB Hausband einen Song zur Corona-Lage performt, den man hier vorab hören und sehen kann. Genau unser Humor! https://www.youtube.com/watch?v=E5rsMPm9OW8

Florian Steden plant nicht nur unverdrossen das Programm für 2021 sondern auch darüber hinaus. https://fca25e6d-2811-4808-8a8d-44415059f4a9.filesusr.com…

Der Live-Stream hatte nicht richtig funktioniert, hier nun als Konserve das komplette Gespräch https://youtu.be/cD9TUe4__A0

23. November: Brigit Zumbroich und Klaus-Peter Hieronymi über Faßnacht in Oberursel

Beide sind passionierte Karnevalisten und haben eine Menge zu erzählen: Birgit ist 1. Vorsitzende des CluGeHu, des Karnevalsverein Club Geselligkeit Humor Weißkirchen 1952 e.V. und Klaus-Peter, in Oberursel bekannt besser bekannt als K.P., langjähriger Sitzungspräsident beim Karnevalsverein Frohsinn 1890 e.V. und erfahrener städtischer Event-Organisator. Wir reden über Alles rund ums Feiern in Oberursel und wie man als Karnevalist nun die närrische Zeit unter Corona-Bedingungen humorvoll verbringen sollte.

Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=qOfMIUi7Um4

16. November: Premiere mit Barbara Müllerleile und Martin Schultheiß über ihr Leben in Oberursel

Wir begrüßten zum Auftakt des Studio Orschel die Ärztin Barbara Müllerleile und Martin Schultheiß vom Duo Camillo und freuen uns, dass sie sich spontan und kurzfristig auf das Experiment einlassen und bei unserer Premiere mitmachen. Bärbel Müllerleile ist seit Jahren im Kunstgriff aktiv, engagiert sich aber vor allem seit Jahren als Ärztin in Hilfsprojekten. Von ihren Reisen berichtet sie in beeindruckenden Vorträgen. Das Duo Camillo ist mit seinem Musikkabarett weit über Oberursel hinaus bekannt.

Hier zur Aufzeichnung: https://youtu.be/WFhj7f57kEM

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